Untersuchung nach Entgleisung in Eschenz: SUST eröffnet Verfahren

Am 7. März 2025 kam es um 15:43 Uhr bei Eschenz (TG) zur Entgleisung eines Personenzugs der Regionalbahn Thurbo AG. Der betroffene Gelenktriebwagen vom Typ GTW 2/8 entgleiste zwischen Stein am Rhein und Eschenz mit seinem Antriebsteil vollständig – beide Achsen sprangen aus dem Gleis.
Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) hat daraufhin eine formelle Untersuchung eingeleitet. Gemäss dem vorläufigen Bericht erlitten zwei Personen Prellungen. Am Fahrzeug selbst entstanden erhebliche Schäden am Antriebsteil. Auch die Bahninfrastruktur wurde in Mitleidenschaft gezogen: Rund 200 Meter Gleis müssen ersetzt werden.
Beteiligt am Ereignis sind neben der Thurbo AG als Bahnunternehmen auch die SBB Infrastruktur AG (SBBI) sowie Rhomberg Sersa Rail AG mit Sitz in Zürich. Der Lokführer, Jahrgang 1969, war zum Zeitpunkt des Vorfalls im Einsatz.
Der Vorbericht der SUST stellt ausdrücklich klar, dass es sich um eine erste Orientierung handelt. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und enthält keine Schlussfolgerungen. Ziel der nun eröffneten Untersuchung ist es, die Ursachen des Ereignisses zu analysieren und daraus Empfehlungen für die Betriebssicherheit abzuleiten.
Weitere Informationen zum Untersuchungsverlauf werden durch die SUST zu gegebener Zeit veröffentlicht. Die Sicherheitsuntersuchungsstelle ist dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) zugeordnet und agiert unabhängig von den betroffenen Unternehmen.