VCD fordert bezahlbares Deutschlandticket und bundesweites Sozialticket für 29 Euro

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert anlässlich der Sonder-Verkehrsministerkonferenz vom 4. August 2026 eine dauerhafte finanzielle Absicherung des Deutschlandtickets. Der aktuelle Preis von 63 Euro pro Monat sei für viele Fahrgäste bereits eine hohe Belastung, ab 2027 drohten weitere Erhöhungen. Bund und Länder sollen laut VCD im Jahr 2027 jeweils 400 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen, um Preissprünge zu vermeiden.

Als Vergleich zieht der VCD die Spritpreisbremse heran, die in zwei Monaten mehr als 1.6 Milliarden Euro gekostet habe – so viel wie der jährliche Bundeszuschuss für das Deutschlandticket. Wer Autofahrende entlaste, müsse auch Bus- und Bahnnutzende unterstützen, so der Verband.

Zusätzlich fordert der VCD ein bundesweites Sozialticket für maximal 29 Euro pro Monat, das sich an Menschen mit geringem Einkommen richtet. Mehrere Bundesländer betreiben bereits entsprechende Modelle. Der VCD verlangt, dass die Sonder-Verkehrsministerkonferenz das Thema auf die Tagesordnung setzt. Jede weitere Preiserhöhung beim Deutschlandticket führe zu Abwanderung von Fahrgästen und sinkenden Einnahmen, was die Verkehrswende gefährde.