VDV eTicket Service schreibt Tokenspeicher und SDK für ÖPNV aus

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Die VDV eTicket Service GmbH & Co. KG (VDV-ETS), Betreiberin des deutschen ÖPNV-Ticketing-Standards “(((eTicket Deutschland”, hat eine öffentliche Ausschreibung für zwei Softwarekomponenten veröffentlicht. Das Vergabeverfahren umfasst zwei Lose: einen interoperablen Ticket- und Tokenspeicher (Los 1) sowie ein Software Development Kit (SDK) zur Tokenisierung von Kreditkarteninformationen (Los 2).

Der Tokenspeicher soll pseudonymisierte Token und Tickets speichern, die von sogenannten Customer Contract Partners (CCP) – Vertragspartnern im Vertriebssystem – ausgegeben werden. Ziel ist es, bargeldlose Verkaufsmodelle in Fahrzeugen zu ermöglichen und eine überregionale Ticketkontrolle, insbesondere in den eng vernetzten ÖV-Systemen Nordrhein-Westfalens, sicherzustellen. Das System muss hochverfügbar, diskriminierungsfrei und interoperabel sein; das Hosting hat aus Datenschutzgründen in Europa zu erfolgen und den Anforderungen der DSGVO zu genügen. Die geschätzte Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre.

Das SDK für Los 2 muss Kreditkarteninformationen nach dem Verfahren gemäss ISO 24851 pseudonymisieren und für die Betriebssysteme Windows Server, Linux, Android und iOS bereitgestellt werden.

Die Eignungskriterien wurden mit der vorliegenden Bekanntmachung angepasst: Für Los 1 wurde die Mindestlaufzeit der Referenzprojekte von fünf auf drei Jahre verkürzt und das Mindestauftragsvolumen von 500’000 auf 300’000 EUR pro Jahr gesenkt. Für Los 2 sank das Mindestvolumen von 300’000 auf 200’000 EUR. Teilnahmeanträge sind bis zum 6. Mai 2026 elektronisch einzureichen.

Quelle: https://www.dtvp.de