Verkehr ’45: Bundesrat plant Infrastrukturausbau bis 2045

Der Bundesrat hat am 28. Januar 2026 die Eckwerte für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 festgelegt. Erstmals werden Schiene, Strasse und Agglomerationsverkehr in einer gemeinsamen Vorlage gebündelt. Das UVEK soll bis Ende Juni 2026 eine Vernehmlassungsvorlage ausarbeiten.
Bei der Bahn sind kurzfristig Verbesserungen zwischen Biel und Lausanne/Genf geplant. Per 2035 folgen Investitionen von rund 3 Milliarden Franken, darunter der Viertelstundentakt Bern-Zürich und systematische Halbstundentakte im Mittelland. Schlüsselprojekte bis 2045 umfassen die Ligne directe Neuchâtel-La Chaux-de-Fonds, Ausbauten der Bahnhöfe Genf Cornavin und Basel SBB, den Zimmerberg-Basistunnel II, das vierte Gleis Zürich Stadelhofen, eine erste Etappe des Durchgangsbahnhofs Luzern und den Grimseltunnel. Diese Projekte kosten mindestens 10 Milliarden Franken. Weitere Schlüsselprojekte im Umfang von rund 7 Milliarden Franken werden 2031 vorgelegt.
Bei den Nationalstrassen plant der Bundesrat im Ausbauschritt 2027 zwei Projekte: den 6-Spurausbau Aarau-Ost-Verzweigung Birrfeld und Perly-Bernex. Beide betreffen die A1 und kosten zusammen rund 1.5 Milliarden Franken. Über 30 Projekte aus dem bisherigen STEP-Programm mit geringerem Nutzen-Kosten-Verhältnis werden nicht weiterverfolgt.
Das Programm Agglomerationsverkehr wird mit Projekten in Genf, Lausanne-Morges, Zürich, Aareland und Burgdorf ergänzt. Die Kosten betragen mindestens 500 Millionen Franken.
Zur Finanzierung soll das Mehrwertsteuerpromille für den Bahninfrastrukturfonds bis 2045 verlängert werden.