Verkehrszahlen 2026: Kanton Zürich trägt höchste RPV-Kosten der Schweiz

Die LITRA hat die Verkehrszahlen 2026 veröffentlicht. Die Ausgabe enthält erstmals ein eigenes Kapitel zur Finanzierung des regionalen Personenverkehrs (RPV) und weist die Kosten kantonsscharf aus. Der Kanton Zürich trägt mit 956.3 Millionen Franken die höchsten RPV-Kosten des Landes, gefolgt von Bern mit 724.3 Millionen Franken und der Waadt mit 442.1 Millionen Franken. Der regionale Personenverkehr wird zu mehr als der Hälfte über Erlöse finanziert, die verbleibenden Kosten tragen Bund und Kantone gemeinsam. Die Aufteilung variiert regional deutlich: Im Kanton Jura liegt der Bundesanteil höher als in Genf, wo der Kanton den Grossteil der Restkosten übernimmt. Im Kanton Zürich liegt der Erlösanteil über dem schweizerischen Durchschnitt.

Der Betrieb des öffentlichen Verkehrs wurde 2023 grösstenteils durch die Fahrgäste finanziert: 7’638 Millionen Franken stammten aus dem Kundenertrag im Personenverkehr, 992 Millionen Franken aus dem Güterverkehr. Bund (1’157 Millionen Franken), Kantone (2’196 Millionen Franken) und Gemeinden (1’040 Millionen Franken) trugen den Rest über allgemeine Steuermittel. Der Bahninfrastrukturfonds verfügte 2025 über Mittel von 5’773 Millionen Franken.

2024 wurden in der Schweiz 130’813 Millionen Personenkilometer zurückgelegt, rund 72 Prozent davon mit dem Auto und knapp 22 Prozent im öffentlichen Verkehr. Mit 2’519 Bahn-Personenkilometern pro Kopf liegt die Schweiz europaweit an der Spitze, vor Österreich mit 1’614.