VöV mit neuer Verbandsspitze und Forderungen zu Verkehr ’45

Die Generalversammlung des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV) in Thun hat Fabian Schmid, Direktor Regionalverkehr Bern Solothurn (RBS), zum neuen Präsidenten gewählt und Serge Collaud, Generaldirektor der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF), zum Vize-Präsidenten. Grund für die Wahl ist die statutarische Amtszeitbeschränkung, die der bisherige Präsident Renato Fasciati und der bisherige Vize-Präsident Fabian Schmid erreicht haben. Die Amtszeit dauert von 2026 bis 2029. Fasciati, Direktor der Rhätischen Bahn (RhB), bleibt dem Vorstand als freies Mitglied erhalten.
Neu in den Vorstand gewählt wurde Yves Marclay, Generaldirektor der Montreux Berner Oberland-Bahn (MOB). Patricia Solioz Mathys gab die Unternehmensleitung der Transports publics de la région lausannoise (tl) per 1. Juli 2026 ab und wurde aus dem Vorstand verabschiedet.
Der Vorstand beurteilt die Vorlage des Bundesrats zu Verkehr ’45 überwiegend positiv, sieht jedoch in einzelnen Punkten Korrekturbedarf. Um alle vorgeschlagenen Projekte umsetzen zu können, braucht es neben der Verstetigung des bis 2030 befristeten Mehrwertsteuer-Promilles eine zusätzliche Finanzierungsquelle.
Den Ausbauschritt 2035 bezeichnet der VöV als unverzichtbar. Er fordert, den Substanzerhalt gegenüber dem Ausbau gesetzlich verbindlicher zu priorisieren, gefolgt von den beschlossenen Ausbauprojekten und der Digitalisierung der Bahninfrastruktur. Zudem soll der Bund den Fehlanreiz bei Agglomerationsprojekten korrigieren: Während der BIF Eisenbahnprojekte vollständig deckt, trägt der Bund an tram- und metroähnliche Projekte aus dem NAF nur 30 bis maximal 50 Prozent bei. Die Vernehmlassungsantwort stellt der Verband Ende September vor.
