Volkswagen und Uber starten autonomes Fahrprojekt in den USA

MOIA, Hamburg (P1080681)“ by Matti Blume is licensed under CC BY-SA 4.0

Volkswagen und Uber gehen eine langfristige Partnerschaft ein, um autonom fahrende Fahrzeuge auf dem nordamerikanischen Mobilitätsmarkt zu etablieren. Im Fokus steht der elektrische ID. Buzz AD, der als autonomes Robotaxi auf der Uber-Plattform zum Einsatz kommen soll. Das Projekt startet ab Ende 2025 mit Testfahrten in Los Angeles und soll schrittweise auf weitere US-Städte ausgeweitet werden.

Der ID. Buzz AD basiert auf der bekannten MEB-Plattform von Volkswagen, wurde jedoch durch das Tochterunternehmen Volkswagen Autonomous Mobility gezielt für autonomes Fahren (AD – Autonomous Driving) weiterentwickelt. Sensorik, Software und Rechenleistung wurden dafür deutlich aufgerüstet. Für den Betrieb in urbanen Umgebungen kommen unter anderem Lidar- und Radar-Technologien sowie eine hochpräzise HD-Kartierung zum Einsatz.

MOIA, die Mobilitätstochter von Volkswagen, bringt ihre Erfahrung mit Ridepooling-Diensten und städtischer Logistik in das Projekt ein. Diese Expertise ist entscheidend für die Integration autonomer Fahrzeuge in Plattformen wie Uber, wo Effizienz, Sicherheit und Kundenerlebnis im Mittelpunkt stehen. MOIA betreibt seit mehreren Jahren einen eigenen Fahrdienst mit elektrischen Fahrzeugen in Hamburg und Hannover und liefert damit praxisrelevante Erkenntnisse für den autonomen Betrieb.

Für Uber bedeutet die Partnerschaft einen weiteren Schritt in Richtung einer skalierbaren Flotte autonomer Fahrzeuge. Bereits in der Vergangenheit hatte das Unternehmen ähnliche Kooperationen, darunter mit Motional und Aurora. Im Unterschied dazu bietet Volkswagen mit dem ID. Buzz AD ein seriennahes Fahrzeug aus eigener Fertigung und kann somit den gesamten Prozess von Hardware über Software bis zum operativen Betrieb aus einer Hand begleiten.

Der US-Markt gilt als Vorreiter für autonome Mobilitätslösungen. Kalifornien hat in den vergangenen Jahren regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen, die Tests und kommerzielle Dienste auf öffentlichen Strassen ermöglichen. Genau dort setzen Uber und Volkswagen nun an, um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld neue Standards zu setzen.