Weniger Züge bei Extremhitze: DB InfraGO setzt Trassenregeln aus

Die DB InfraGO führt eine Regelung ein, mit der bei angekündigten Extremwetterlagen gezielt Züge aus dem Fahrplan genommen werden können. Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen können den Betrieb temporär entlasten, indem sie weniger Züge verkehren lassen. Die DB InfraGO setzt dafür für festgelegte Zeiträume Regelungen des Trassennutzungsvertrags aus, etwa Stornokosten. Die Regelung gilt auch für den Personenfern- und den Güterverkehr.

Ein erster solcher Zeitraum gilt bundesweit ab Donnerstag, 30. Juli, vorerst bis 6. August. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland greift die Regelung wegen der dort erwarteten Temperaturen bereits ab Mittwoch.

Weniger Züge im Netz schaffen zusätzliche Betriebsreserven und erhöhen die Chance, dass die verbleibenden Angebote zuverlässig verkehren. Reisende erhalten früher Klarheit, ob ihr Zug fährt oder alternative Verbindungen bestehen. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen gewinnen Planungssicherheit für Fahrzeuge, Personal und Kundeninformation.

Anlass ist die Hitzewelle Ende Juni, während der hohe Temperaturen Infrastruktur, Fahrzeuge und Mitarbeitende belasteten. Technische Störungen nahmen deutlich zu, es kam zu Verspätungen und kurzfristigen Zugausfällen. Künftig will die DB InfraGO bei prognostizierten Temperaturen über 35 Grad vorausschauender handeln und den Bahnunternehmen empfehlen, Verkehr bedarfsgerecht herauszunehmen. Die Entscheidung liegt bei den Aufgabenträgern des Nahverkehrs und den Eisenbahnverkehrsunternehmen.