Wien: Wiener Linien starten Beschleunigungsoffensive für Strassenbahnen und Busse

Bild: Wiener Linien / Simon Wöhrer

Die Wiener Linien starten ein grossangelegtes Programm zur Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs. Grundlage ist ein Grundsatzbeschluss des Wiener Gemeinderats von Mitte Februar 2026. Unter dem Titel “Mehr Tempo für Bus und Bim” werden 29 Strassenbahnlinien und 135 Autobuslinien auf Beschleunigungspotenziale untersucht. Das Jahresbudget beträgt zwei Millionen Euro, die Investition soll sich laut Wiener Linien bereits ab 2032 amortisiert haben.

Den Anfang macht die Linie D, die auf rund zwölf Kilometern von der Absberggasse in Favoriten bis Nussdorf in Döbling fährt und täglich rund 64’000 Fahrgäste befördert. Über 20 Massnahmen sollen die Linie schneller und zuverlässiger machen: Ampelschaltungen zugunsten der Strassenbahn an mehreren Kreuzungen, die Umwandlung der Goldeggasse in eine Einbahn sowie die Aufhebung einer Parkspur in der Prinz-Eugen-Strasse zwischen Goldeggasse und Weyringergasse. Insgesamt soll die Linie D um bis zu drei Minuten pro Fahrtrichtung, also sechs Minuten im Umlauf, beschleunigt werden.

Parallel laufen bereits Massnahmen auf anderen Linien: Für die Linien 46 und 49 wurden Grünphasen am Gürtel verlängert, für die Linie 46 wurden Haltestellen in der Thaliastrasse umgestaltet, für die Linie 24A wurde in der Breitenleer Strasse eine über einen Kilometer lange Busspur errichtet. Nach der Linie D sollen die Linien 1, 2, 6, 11, 60, 71 und O sowie die Buslinien 10A und 66A folgen.