Wiener Linien testen ersten 700-bar-Wasserstoffbus Europas im Linienbetrieb

(c) Wiener Linien
Die Wiener Linien starten 2025 mit zwei Wasserstoffbus-Flotten den Einstieg in eine emissionsfreie Antriebszukunft. Zentrales Element ist ein neu entwickelter Wasserstoffbus des Herstellers Hyundai, der mit 700-bar-Technologie europaweit einzigartig ist. Durch den höheren Druck kann mehr Wasserstoff gespeichert und somit eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern erzielt werden – mehr als bei herkömmlichen Dieselbussen.
Der 12 Meter lange Niederflurbus mit einer 90-kW-Brennstoffzelle und einem 245 PS starken Elektromotor wird exklusiv drei Jahre in Wien getestet. Die Betankung erfolgt an der firmeneigenen Wasserstofftankstelle in der Garage Leopoldau. Neben der höheren Reichweite sollen auch die Einsatzfähigkeit im Nachtbetrieb sowie dichte Taktfrequenzen überprüft werden. Die Mitfahrt ist kostenlos.

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Im Sommer 2025 folgen zwei konkrete Einsatzszenarien: Zehn Wasserstoffbusse des portugiesischen Herstellers CaetanoBus verkehren auf der Linie 39A in Döbling, während zehn neue Kleinbusse des italienischen Herstellers Rampini mit Batterie-Wasserstoff-Hybridantrieb die Innenstadtlinien 2A und 3A bedienen. Diese ersetzen die bisherigen rein elektrischen Fahrzeuge und profitieren ebenfalls von der Infrastruktur der Wiener Stadtwerke.
Die Massnahmen sind Teil der städtischen Klimastrategie mit dem Ziel, den öffentlichen Verkehr bis 2040 klimaneutral zu gestalten. Die Anschaffung der Busse wird über das EBIN-Programm der EU mitfinanziert. Wien verfolgt damit einen technologieoffenen Ansatz zur Evaluierung emissionsfreier Busantriebe im Echtbetrieb.