Zürich: Schülergruppe fordert Moos an VBZ-Haltestellen

Wie 20 Minuten berichtet, setzt sich eine Gruppe von sieben Schülerinnen und Schülern des Freien Gymnasiums Zürich dafür ein, Bus- und Tramhaltestellen der VBZ mit Moos zu begrünen. Das Projekt entstand ursprünglich im Rahmen eines Schulprojekts der vierten Klasse und wird nun mit einer Petition weiterverfolgt, die aktuell 238 Unterschriften zählt.
Die Gruppe begründet ihren Vorschlag mit der grossen Anzahl an Haltestellen im Stadtgebiet, die im Abstand von rund 500 Metern verteilt sind. Moos gilt aus ihrer Sicht als geeignete Pflanze, da es wenig wiegt und im Unterhalt wenig Erde benötigt. Als Vorbilder nennt die Gruppe ähnliche Begrünungsprojekte in England und den Niederlanden. Für die Ausarbeitung liessen sich die Jugendlichen zudem von Professoren der Universität Zürich beraten.
Die VBZ reagieren zurückhaltend auf das Anliegen. Ein 2021 durchgeführtes Pilotprojekt zur Begrünung von Haltestellendächern habe gezeigt, dass sich die Dachflächen nur in begrenztem Umfang für eine Begrünung eignen. Eine Umsetzung würde aufgrund der Statik einen kompletten Neubau der Standardwartehallen erfordern, was mit hohen Kosten verbunden wäre. Der finanzielle und personelle Aufwand stehe laut den VBZ in keinem angemessenen Verhältnis zum Nutzen. Eine Weiterführung des Begrünungsprojekts ist derzeit nicht geplant.
Stattdessen prüfen die VBZ andere Massnahmen gegen Hitze an Haltestellen. An neuralgischen Punkten sollen milchige Dachscheiben durch Alu-Platten ersetzt werden, um die Sonneneinstrahlung unter den Wartehallen zu reduzieren. Weitere Massnahmen zur Hitzeminderung plant die Fachplanung der Stadt Zürich.
