Zukunft des Schweizer Bahnangebots: Konsolidierung für ein robustes System bis 2040

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat gemeinsam mit Kantonen und Bahnbetreibern eine umfassende Überarbeitung des zukünftigen Bahnangebots bis 2040 erarbeitet. Die Anpassungen sind notwendig geworden, weil die SBB auf das bogenschnelle Fahren mit dem neuen Doppelstockzug verzichtet und die Fahrzeiten im Fernverkehr angepasst hat, um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.
Durch die Überarbeitung können 85 Prozent der geplanten Verbesserungen trotz geänderter Rahmenbedingungen erreicht werden. Bis 2040 werden auf rund 60 Linien neue Viertel- oder Halbstundentakte eingeführt, was eine 20-prozentige Erhöhung der Sitzplatzkapazität bedeutet. Zudem profitieren auch der Güterverkehr und mehrere Regionalverkehrslinien von den Änderungen.
Um die ambitionierten Ziele zu erreichen, sind zusätzliche Ausbauten im Schienennetz erforderlich. Dies umfasst neue Kreuzungsstellen, Gleise und Abstellanlagen sowie die Erweiterung mittelgroßer und großer Bahnhöfe aufgrund des steigenden Passagieraufkommens.
Die Umsetzung des konsolidierten Angebotskonzepts wird voraussichtlich bis 2040 abgeschlossen sein. Dies schafft die Grundlage für zukünftige umfassende Ausbauschritte, die in der nächsten Botschaft des Bundesrats per 2030 definiert werden sollen.
Mit diesen Maßnahmen strebt die Schweiz ein zuverlässigeres und häufigeres Bahnangebot an, das den steigenden Bedürfnissen des Personen- und Güterverkehrs gerecht wird.
