ZVV legt Fahrplanentwürfe 2027 und 2028 öffentlich auf

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) hat gemeinsam mit Verkehrsunternehmen, Gemeinden und Regionalen Verkehrskonferenzen die Fahrplanentwürfe für 2027 und 2028 erarbeitet. Über das gesamte ZVV-Gebiet hinweg umfassen die Entwürfe rund 230 Massnahmen. Änderungsbegehren können bis zum 30. März 2026 bei der jeweiligen Wohngemeinde im Kanton Zürich eingereicht werden.
Im Glattal sind 26 Massnahmen vorgesehen, darunter neue Linienführungen, Taktverdichtungen und Anpassungen zur Betriebsstabilität. Neu eingeführt wird die Tangentiallinie 430 zwischen Dietikon, Regensdorf und Rümlang, welche die bisherige Linie 795 ersetzt und das Limmattal, Furttal und Glattal verbindet.
In der Stadt Zürich soll das Tram 6 bis zum Letzigrund verlängert werden, das Tram 10 fährt neu zum Bahnhof Enge. Auf der Buslinie 165 sind weitere Verdichtungen geplant. Am linken Zürichseeufer wird die neue Linie 120 zwischen Wädenswil und Richterswil eingeführt.
In Winterthur soll die Querung Grüze in Betrieb genommen werden, was der Linie 7 eine neue Linienführung gibt. Im Oberland sind Entlastungskurse, Taktverdichtungen und Betriebszeitverlängerungen geplant. Bei der S-Bahn sind nur punktuelle Änderungen vorgesehen – grössere Anpassungen sind erst nach dem nächsten Ausbauschritt der Bahninfrastruktur im Rahmen des Bundesprojekts “Verkehr 45” möglich.
Zudem werden weitere Buslinien auf Elektrobetrieb umgestellt. Die Zürcher Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) elektrifiziert die Schiffe der Albisklasse.
Der ZVV weist darauf hin, dass immer grössere Investitionen zum Erhalt der bestehenden Angebotsqualität nötig sind, was den Spielraum für eigentliche Angebotsausbauten einschränkt. Nach Ende der Auflage prüfe der Verkehrsrat die eingegangenen Begehren und lege den definitiven Verbundfahrplan fest.