ZVV plant Tariferhöhung von durchschnittlich 2.7 Prozent ab Dezember 2026

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) schlägt per Fahrplanwechsel im Dezember 2026 eine durchschnittliche Tariferhöhung von rund 2.7 Prozent vor. Hintergrund ist die vom Kantonsrat verabschiedete ZVV-Strategie 2025-2029, welche vorschreibt, den Kostendeckungsgrad des öffentlichen Verkehrs über 60 Prozent zu halten. Zudem fliesst das Defizit des öffentlichen Verkehrs in die mittelfristige Finanzplanung des Regierungsrates ein.
Ein zentrales Element der Anpassung ist die vollständige Abschaffung der bisherigen Rabattstufen auf Mehrfahrtenkarten. Damit gleicht sich der ZVV dem nationalen Tarif an, der solche Rabatte seit Jahren nicht mehr kennt. Weil die Mehrfahrtenkarten-Rabatte wegfallen, müssen Abonnemente und Einzeltickets im Durchschnitt nur um 2.1 Prozent erhöht werden. Lokalnetz- und Kurzstreckentickets bleiben preislich unverändert. Zum Vergleich: Die Alliance SwissPass sieht im nationalen direkten Verkehr eine Tariferhöhung von durchschnittlich 3.9 Prozent vor.
Konkret steigt beispielsweise das Einzelbillett für Erwachsene in einer bis zwei Zonen von 4.70 auf 4.80 Franken. Ein Monatsabonnement für alle Zonen kostet neu 256 statt 250 Franken. Mehrfahrtenkarten verteuern sich durch den Wegfall der Rabatte stärker: Die ermässigte Mehrfahrtenkarte für eine bis zwei Zonen steigt von 18.80 auf 20.40 Franken.
Vor dem Entscheid von Verkehrs- und Regierungsrat werden Gemeinden, Verkehrsunternehmen und regionale Verkehrskonferenzen von April bis Mitte Mai 2026 im Rahmen einer digitalen Vernehmlassung (öffentliches Anhörungsverfahren) zur Stellungnahme eingeladen.