ZVV-Tickets ab Dezember 2.7 Prozent teurer, Aus für Mehrfahrtenrabatte

Wie watson berichtet, hat der Zürcher Regierungsrat höhere Preise beim Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) genehmigt. Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 steigen die Tarife über das gesamte Sortiment um durchschnittlich 2.7 Prozent. Gleichzeitig wird auch der nationale Tarif angehoben.

Am stärksten betroffen sind Mehrfahrtenkarten, weil die bisherigen Rabattstufen wegfallen. Der ZVV gleicht sich damit dem nationalen Tarif an, der seit Jahren keine Vergünstigungen auf Mehrfahrtenkarten mehr kennt. Eine Halbtax-Mehrfahrtenkarte für ein Lokalnetz wie Wetzikon kostet neu 14.40 statt 13 Franken, was einem Plus von 10.8 Prozent entspricht. Für ein bis zwei Zonen steigt der Preis von 18.80 auf 20.40 Franken, für alle Zonen von 51.20 auf 55.20 Franken.

Abonnemente und reguläre Einzeltickets werden im Durchschnitt 2.1 Prozent teurer. Ein Einzelbillett für Erwachsene für ein bis zwei Zonen, etwa in der Stadt Zürich oder in Winterthur, kostet neu 4.80 statt 4.70 Franken. Für drei Zonen, beispielsweise von der Stadt Zürich an den Flughafen, steigt der Preis von 7.20 auf 7.40 Franken. Unverändert bleiben die Preise für Lokalnetz-Angebote und Kurzstreckentickets.

Als Grund nennt der Regierungsrat die steigenden Kosten für Unterhalt, die Erneuerung von Anlagen und Fahrzeugen, den Angebotsausbau und die Teuerung. Das Bundesamt für Verkehr hat die Branche aufgerufen, den Kostendeckungsgrad im regionalen Personenverkehr, also den durch Erträge gedeckten Anteil der Kosten, über Effizienzsteigerungen und Mehreinnahmen zu erhöhen. Die vom Kantonsrat verabschiedete ZVV-Strategie verlangt zudem einen Kostendeckungsgrad von über 60 Prozent.